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Manco Qhapaq und Inkarrí

Legenden über die Herkunft der Inkas

In der Mythologie der Inkas sind zwei bekannte Legenden über ihre Entstehungsgeschichte überliefert. In den Chroniken der Spaniern sowie den Erzählungen der indigenen Bevölkerung lassen bis heute mehr als 40 verschiedene Abwandlungen dieser Mythen finden.

Nachfolgend werden die bekanntesten Versionen genauer beleuchtet und dargestellt.

Hand eines Inka-Meisters mit Kintu, heiligen Blättern für eine Zeremonie
Despachos: Wünsche manifestieren

Despachos sind uralte, kraftvolle Rituale der Inkas, in denen du dich mit den Kräften des Universums, der Mutter Erde und all ihrer Spirits verbindest, um deine Wünsche zu manifestieren oder DANKE zu sagen. 

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Manco Qhapaq und Mama Ocllo

Eine Version handelt davon, dass Inti (Sonne) seinen Sohn Manco Qhapaq und seine Tochter Mama Ocllo auf die Erde schickte, um die Menschen zu unterrichten, die bis dahin wie Wilde gelebt hatten. Die beiden Kinder gelangten durch eine Höhle auf einer Insel des Titicacasees in diese Welt und begannen, die Menschen zu zivilisieren, indem sie ihnen das Wissen rund um Ackerbau, Viehwirtschaft sowie die Kunst des Webens beibrachten.

Inti gab ihnen auch einen goldenen Stab mit und wies sie an, dort eine Stadt zu bauen, wo sie diesen Stab vollständig in die Erde stecken konnten. Das gelang ihnen an der Stelle, an der die heutige Stadt Cusco liegt, abgeleitet aus dem Qechua Qosqo, übersetzt „Nabel der Welt“.

Nachdem sie die heilige Stadt gebaut hatten, ging Manco Qhapaq in den Norden und Mama Ocllo in den Süden, um die Menschen aus nah und fern zusammenzubringen, das Tawantinsuyu zu gründen und den Grundstein für die Errichtung der Inka-Dynastie zu legen.

 

Inkarrí und Qoyllari

Eine andere Version handelt von der Legende um Inkarrí und Qoyllari, dem ersten Inka-König und seiner Frau.

Die Beiden wurden von Wiraqocha (Gott), dem Schöpfer allen Lebens, beauftragt, eine Stadt zu bauen. Dazu sollten sie einen goldenen Stab so lange werfen, bis dieser senkrecht in der Erde stecken blieb – und dort sollten sie die Stadt errichten. Sie warfen den Stab viele Male, aber immer traf er flach auf dem Boden auf. Eines Tages jedoch blieb der Stab fast senkrecht im Boden stecken, und an dieser Stelle (dem heutigen Q’eros) begannen sie, die ersten Häuser zu bauen und die Menschen zu unterrichten. Als Gott sie auf ihren Irrtum aufmerksam machte, nahmen sie den golden Stab und warfen ihn wieder – dieses Mal so lange, bis er senkrecht im Boden stecken blieb. Dort bauten sie die heutige Stadt Cusco.

Beide Versionen beinhalten eine sehr große Übereinstimmung und es ist naheliegend zu glauben, dass Manco Qhapaq und Inkarrí ein und dieselbe Person sind.

Für die Q’eros und viele andere indigene Völker in Peru, Bolivien und Ecuador ist Inkarí noch immer lebendig. Er wartet darauf, zurückzukehren und das Tawantinsuyu zu alter Größe und Pracht zurückzuführen.

Jedenfalls lässt es sich nicht zweifelsfrei ausschließen, aber auch nicht nachweisen, dass beide Anführer überhaupt gelebt haben – Realität und Legenden haben sich über die Jahrhunderte zu einer lebendigen Geschichte verbunden.

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